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Durchgestylte Fotografien aus fremdartig anmutenden Technologiewelten präsentiert Dieter Klein in seiner Bildserie "Industriegemälde". Abbilder, die mehr zeigen als Elektronik, Funktionalität oder Menschen bei der Arbeit. Dieter Klein bereichert den Informationsgehalt um eine stimmungsvolle Tiefe. Sie sind Ergebnis einer professionellen Fotografie gepaart mit einer gewissen Technikverliebtheit.
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Der 44-jahrige fühlt sich für die "Gesamtfotografie der Firmen" zuständig und möchte sich in keine stilistische Schublade stecken lassen - auch wenn er sich firm in Stillife, Portrait uns Szene zeigt. "Ich will machen, was aus pragmatischer Sicht Sinn macht und erlaube mir verschiedene fotografische Richtungen."
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Seine Arbeit "Industriegemälde" veranschaulicht die facettenreiche Sicht der Dinge. Was die verschiedenen Motive eint, ist deren mystische Symbolik, die sie über den rein informativen Zweck hinaus erhebt.
On Location arbeitet Dieter Klein mit dem Digitalback PhaseOne an Fuji 6x8 und Hasselblad. Was vor Ort nicht oder nur mit ernormen Aufwand möglich ist, realisiert der Kölner in einer Viertelstunde bis einem Tag am Bildschirm. Charakteristisch sind seine Tonwertoptimierungen und Maleffekte. Dabei setzt Klein mit der Software Photoshop partiell bis zu neun verschiedene Filter in unterschiedlichen Stärken ein.
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Doch ohne gute Vorlage geht gar nichts: Für eine 60 Meter lange Produktionsstraße von Hygienepapier (Seite 78/79) packte der Fotograf seinen Kombi bis unters Dach mit Licht voll, um vor Ort mit 15 bis 18 Lichtquellen und knapp 30 000 Wattsekunden auch den letzten Winkel auszuleuchten. Die Decke blitzte er blau aus - beim Finishing am Rechner eliminierte er abschließend alle störenden Elemente.
Die Bearbeitung am Macintosh stellt für den Profifotografen eine enorme Erleichterung dar: "Hier erreiche ich, was ich vor meinem Umstieg auf die Digitalfotografie nur mit viel zeitlichem Aufwand bewirken konnte." Nach einer "harten Einarbeitungszeit" 1996 und dem gegenseitigen Beistand und Erfahrungsaustausch zwischen gleichgesinnten Kollegen erntet Dieter Klein heute die Früchte seiner Bemühungen: Nun könne er wesentlich bessere Ergebnisse abliefern. "Meine Arbeit ist effizienter geworden und mein Entscheidungsspielraum größer."
PHOTO-Technik-International, März/April 2002
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